Dr. Battré
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Colon-Hydro-Therapie

Was ist Colon-Hydro-Therapie?

Colon ist die medizinisch-lateinische Bezeichnung für Dickdarm. Unter Hydro-Therapie verstehen wir Wasser-Therapie, d.h. Colon-Hydro-Therapie ist eine Form der Darmreinigung, bei der der ganze Dickdarm mit entsprechend temperiertem Wasser gespült und gereinigt werden kann, mit dem Ziel, ihn von stagnierenden Stuhlmassen, Kotsteinen, Gasen, Zersetzungsprodukten und damit von Giftstoffen zu befreien, die sonst den ganzen Organismus belasten.



Wie erfolgt die Dickdarmreinigung?

Im Vergleich zum Einlauf nimmt der Patient bei der Colon-Hydro-Therapie eine passive Rolle ein. Wasser halten und dann aufs WC rennen fällt weg. In Rückenlage ruht der Patient auf einer Liege, nachdem ihm ein ca. fingerdickes Röhrchen einige cm in den After eingeführt wurde. Über dieses wird einerseits Wasser zugeführt, andererseits das Wasser mit Darminhalt über einen Schlauch direkt abgeleitet. Ein Sichtstück ermöglicht dem Behandler das entleerte Material zu betrachten und zu beurteilen. Das Ganze ist ein geschlossenes System, daher geruchlos und trocken, für den Patienten angenehm und nicht belastend. Nach der Behandlung tritt eine fühlbare, wohltuende Erleichterung auf, im wahrsten Sinne des Wortes.


Warum Colon-Hydro-Therapie (Dickdarmreinigung)?

Jeder spricht von Umweltvergiftung. Wir alle sind Teil dieser Umwelt. Noch zuwenig sind wir uns bewusst, dass parallel mit der Umweltvergiftung eine "Innenweltvergiftung" einhergeht. Tagtäglich nehmen wir mit der Luft, mit dem Wasser, mit der Nahrung Schadstoffe auf, die unseren Organismus belasten und vergiften, auch wenn wir versuchen, uns bewusst und möglichst gesund zu ernähren.

Alle festen und flüssigen Nahrungsbestandteile gelangen in den Magen-Darmtrakt. Er ist das System, das täglich mehrmals durch Nahrungsaufnahme beansprucht und bei den meisten regelmäßig überbeansprucht wird, weil wir zu hastig (keine Zeit) dadurch zuviel, zuoft, zur falschen Zeit (Hauptmahlzeit am Abend) und häufig Falsches und zu Schweres essen.

Kein Wunder, dass ein Organ, das dauernd überfordert wird, seine Funktionen nicht mehr erfüllen kann: Nämlich die Aufschließung der Nahrung in optimale verwertbare Bausteine - ihre Resorption - und andererseits rechtzeitige Ausscheidung des nicht Verwerteten - also das, was wir unter Verdauung und Stoffwechsel verstehen. Nur wenn die aufgenommene Nahrung auch entsprechend verdaut wird, ist eine entsprechend gute Ernährung des Organismus gewährleistet.

Ein dauernd überforderter Verdauungsapparat verliert seine Leistungsfähigkeit. Die Folgen sind vielseitig: Darmträgheit mit längerer Verweildauer der Nahrung im Darm - Zersetzung dieser - bei zu viel Kohlehydraten Gärungsprozesse mit Bildung von Alkoholen und Säuren - bei zuviel Eiweißzufuhr Eiweißfäulnisprozesse mit Bildung von Leichengiften, wie Putrescin und Cadaverin.

Gasbildung, Völlegefühl, Zwerchfellhochstand mit Herzbeschwerden (Roemheld-Komplex). Entzündungen der Darmschleimhaut im Dünndarm, wie im Dickdarm, Resorption giftiger Zersetzungsprodukte mit deren Fernwirkung wie Kopfweh bis hin zur Migräne, nachlassen der Konzentration, Müdigkeit, Vitalitätsverlust, Verstimmungszustände und Depressionen und vieles andere mehr. Alles Zeichen einer Autointoxikation also Selbstvergiftung von einem kranken Darm, der nicht mehr in der Lage ist, alle anfallenden Schadstoffe auszuscheiden.

Er wird zum Nährboden krankmachender Bakterien. Fäulniserreger, Gasbildner verdrängen die gesunde Darmflora - zunehmend werden Bakteriengifte gebildet, das Abwehrsystem überfordert und geschwächt. 80% unserer Abwehr, unseres Immunsystems sind in der Darmwand und dem zugeordneten Lymphsystems sind in der Darmwand und dem zugeordneten Lymphsystem postiert. Es muss hier gelegen sein, denn der Darm- bzw. die Darmwand ist die größte Kontaktfläche zwischen Außenwelt und Innenwelt. Sie beträgt ca. 300m². Hier liegt die Front, an der die Innenwelt vor dem Einfluss resorbierter schädlicher Substanzen bewahrt werden muss.

Werden wir uns endlich bewusst, welcher Belastung dieses Abwehrsystem ein Leben lang, von Kindheit an, ausgesetzt ist! Wie es teils unbewusst - durch Aufnahme umweltbedingter Schadstoffe - teils bewusst durch unsere ungesunde Lebens- und Ernährungsweise - tagtäglich überfordert wird. So ist es zu verstehen, dass es eines Tages zusammenbricht, Krankheiten auftreten, angefangen mit banalen Infekten, bis hin zu schwersten Leiden und das Sprichwort: "Der Tod sitzt im Darm" seine Erklärung findet.

Wie kann die Colon-Therapie hier helfen?

Ein Teil des Verdauungssystems, der Dickdarm, das Colon, ist unserer Therapie direkt zugänglich. Durch seine Reinigung, das Entfernen stagnierender Kotmassen, Zersetzungsprodukten, Schleimresten und Bakteriengiften - entlasten wir gezielt einen Teil des Abwehrsystems, nämlich das dem Dickdarm zugeordnete. Die Colon-Therapie stellt daher eine sinnvolle, unterstützende Hilfsmaßnahme dar. In der Folge verbessert sich die Darmtätigkeit, die Peristaltik (Bewegung des Darmes) normalisiert sich, erschlaffte Darmabschnitte werden tonisiert (angeregt), verkrampfte Abschnitte gelöst. Die Dickdarmflora kann gesunden. Vitamine wie Biotin, Folsäure, Vit k werden wieder vermehrt gebildet. Das Immunsystem wird gestärkt, das Wohlbefinden gesteigert, eine positive Auswirkung auf den Organismus erzielt.

Für wen also Colon-Therapie?

Um Schäden vorzubeugen kann sie auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit empfohlen werden. Dies sollte der Arzt nach entsprechender Untersuchung entscheiden. In der Praxis hat sie sich bei folgenden Indikationen bewährt: Bei allen Dickdarmfunktionsstörungen: Verstopfung wie Durchfall (häufig Zeichen von Zersetzungsprozessen mit Toxinbildung, die der Körper rasch los werden will), bei Divertikulose, bei Colitis, Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, Blähungen mit Zwerchfellhochstand und Herzbeschwerden, schlechter Mundgeruch (Resorption von Gasen im Dickdarm - Abatmung über die Lunge), Verstimmungszuständen, Hautausschlägen (Darm- ,Leber- ,Nieren- und Haut-Belastung). Zur Vorbereitung für Röntgenuntersuchungen oder Operationen. Vor allem auch zur Einleitung einer generellen Entschlackungs- und Reinigungskur, wobei auch der Dünndarm als vorgeschalteter Darmabschnitt erfasst wird (Mayr-Kur). Es gilt die Fehler, die zur krankhaften Situation geführt haben, zu erkennen. Wenn wir sie bewusst meiden, uns bewusst neu orientieren, so können wir den Weg zur Besserung beschreiten und unsere Gesundheit mit optimaler Leistungsfähigkeit und neuer Lebensfreude wiedergewinnen.